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Unter dem Eindruck der Intensität und der fulminanten Energie der großen Taiko-Performance einer japanischen Gruppe in Berlin war ich beseelt und aufgewühlt zugleich von den Rhythmen und dem Klang der Trommeln, die mich tief in meinem Innersten berührt haben. Schon auf dem Heimweg, musste ich umkehren und eine der angebotenen CDs der Gruppe kaufen. Zu Hause kam die Ernüchterung: das Live-Erlebnis war unwiederbringlich - die Gefangennahme war ganz klar nicht nur den gespielten Rhythmen zuzuschreiben, sondern auch und vor allem im Zusammenspiel mit den synchronisierten Choreographien zu suchen, die die Kraft, die Konzentration, die Energie der in Brust- und Bauchraum fühlbaren Schallwellen veranschaulichten.

Nicht zuletzt konnte ich im Zuge mehrerer Workshops in Berlin bei Sensei Peter "Su" Markus von Hagaruma Daiko aus Düsseldorf Taiko für mich dann entdecken: entgegen meiner Befürchtungen, konnte man nicht nur in die Kunst des japanischen Trommelns hereinschnuppern, sondern diese auch Schritt für Schritt erlernen. Mit der Möglichkeit, mit Gleichgesinnten einen Übungsraum zu finden und damit eine Übungsgruppe in Berlin zu gründen, war mir ein Grundstein gelegt, mich weiter auf diesen neuen, bereichernden Weg zu begeben.
Viele Workshops folgten, von denen ich vor allem diejenigen mit Sensei Sayuri Ito (Amaterasu Taiko aus Oberhausen), mit Sensei Art Lee und seiner Gruppe Tokara aus Japan (Nagano Prefecture),  mit Sensei Tanaka Noboru mit Waraku-kai Shou aus Japan und Sensei Yoko Tanaka vom Kyoto Taiko Center herausstellen möchte, die nachhaltig meinen Stil mitgeprägt haben mögen. Auf einer Japanreise 2013 hatte ich dann das Glück an vielen Workshops unterschiedlicher japanischer Gruppen teilnehmen zu können und etwas von dem Geist von Taiko an der Basis aufzusaugen. So kam ich nicht nur in den Genuss, Sensei Yoko Tanaka als Vertreterin der Japanese Taiko Foundation in ihrem Alltag des Unterrichtens unterschiedlicher Gruppen rund um Kyoto begleiten zu dürfen, sondern auch das Dojo eines kleinen Dorfes in den Bergen Naganos kennen und lieben zu lernen.Lilo Fischer Berlin


Mit iki-iki TAIKO 生き生き太鼓 möchte ich mir meinen Traum verwirklichen, mit Gleichgesinnten eine Taikogruppe in Berlin aufzubauen, nachdem ich nunmehr 10 Jahre in einer anderen Taiko-Gruppe gespielt und unterrichtet habe. Das Wort iki 生き steht im Japanischen für Leben - durch die lautmalerische Wiederholung iki-iki 生き生き, die im Japanischen typisch für wesensverwandte Wortschöpfungen steht, soll in diesem Fall nicht nur das Lebendige am Taiko betont, sondern auch die Lust und Freude daran und darin hervorgehoben werden. Ähnliche Bedeutung hat damit das weitaus geläufigere und wesentlich häufiger gebrauchte Adjektiv genki 元気.
Ich freue mich vor allem auf eine Zusammenarbeit mit anderen TaikospielerInnen, die Lust haben, sich gemeinsam mit so verstandener Freude am Taiko weiterzuentwickeln.

Außerdem kann unsere Gruppe  für verschiedene Gelegenheiten gebucht werden: wir bieten sowohl für Festveranstaltungen als auch für Trauerfeiern ein jeweils passendes Kurz-Programm an. Auf you tube finden sich einige  Filme, die einen - wenn auch kleinen - Einblick geben. 

Danken möchte ich allen voran Enke Thielen, die mich nicht nur ermutigt hat, eigene Wege zu beschreiten, sondern mit ihrer beharrlichen Idee zu iki iki TAIKO trotz ihres zu frühen Abschieds weiter unter uns zu sein scheint. Einen großen Anteil am Werden von iki iki TAIKO haben auch Yoko Lennartz, die das wunderbare Logo entwickelt hat und Kerstin Dankwerth sowie Dana Boldt, die mir beim Aufbau der Webseite stets zur Seite standen und immer noch stehen.

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Reiki, Qigong und Tai Chi mit Sabine Sobhani, denn ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper!

Kadeshi e.V. - Japanische Kampfkunst